Liveticker Ukraine-Krieg – Alaudinow: Kiew fehlen Spezialkräfte an der Front

17.04.2026 10:13 Uhr
10:13 Uhr
Gebiet Belgorod: Zivilist durch ukrainischen Drohnenangriff betötet
Ein Bewohner des Gebiets Belgorod ist bei einem ukrainischen Drohnenangriff ums Leben gekommen. Wjatscheslaw Gladkow, Gouverneur der Region, berichtet dazu:
"Durch einen Terrorangriff der ukrainischen Drohnen ist ein Zivilist ums Leben gekommen. Im Dorf Jasnyje Sori griff eine Drohne vorsätzlich ein Motorrad an. Zum großen Leidwesen verstarb der Fahrer an Ort und Stelle."
09:26 Uhr
Ukrainische Angriffe auf Gebiet Kursk: zwölfjähriges Kind verwundet
Ein Kind im Alter von zwölf Jahren hat durch einen ukrainischen Drohnenangriff auf das Gebiet Kursk eine Verwundung erlitten, berichtet der Gouverneur der Region, Alexandr Chinstein. Seinen Angaben zufolge ereignete sich der Vorfall im Dorf Mokruschino des Bezirks Belaja. Das Kind sei in ein Krankenhaus eingewiesen worden und schwebe nicht in Lebensgefahr, fügte Chinstein hinzu.
Der Gouverneur berichtete weiter, dass Kiews Militär im Verlauf des vergangenen Tages das Gebiet Kursk insgesamt 54 Mal unter Artilleriefeuer genommen habe. Es wurden zudem 95 Drohnen unterschiedlicher Typen abgeschossen, neunmal warfen Drohnen Sprengsätze ab. Durch die Angriffe wurden im Dorf Kalinowka mehrere Kühe verwundet. Zudem wurden knapp 3.900 Menschen in den Bezirken Chomutowka und Dmitrijew vorübergehend von der Stromversorgung abgeschnitten.
08:48 Uhr
Alaudinow: Kiew fehlen Spezialkräfte an der Front
Das ukrainische Militär leidet an einem Mangel an qualifizierten Spezialkräften an der Front, erklärt Generalleutnant Apti Alaudinow, stellvertretender Leiter der militärisch-politischen Hauptverwaltung des russischen Verteidigungsministeriums und Kommandeur der Spezialeinheit Achmat. Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti zitiert ihn dazu:
"Wenn das ukrainische Militär irgendwelche ernsthaften Aktionen plant, verlegen sie dorthin ihre Spezialverbände. Doch in diesem Fall haben sie große Probleme."
Alaudinow führte weiter aus, dass der Großteil der ukrainischen Spezialkämpfer, die vor dem Konflikt ausgebildet wurden, inzwischen aufgerieben worden sei, während es zu wenige gut ausgebildete neue Spezialisten gebe:
"Natürlich ist der Unterschied zwischen den Verbänden am Anfang des Krieges und in der gegenwärtigen Periode spürbar. Er ist sehr groß. Es ist offensichtlich, dass das ukrainische Militär versucht, diese Verbände auf bestmögliche Weise auszubilden, doch ihre Spezialisten, die zumindest irgendwelche ernsthafte Kampferfahrung haben, schmelzen dahin."
08:18 Uhr
Gebiet Charkow: Ukrainische Sperrtrupps hindern eigene Soldaten am Rückzug
Sperrtrupps der ukrainischen Nationalgarde hindern ihre Mitkämpfer daran, ihre Stellungen beim Dorf Sybino im Gebiet Charkow zu verlassen. Eine Quelle bei den russischen Streitkräften berichtete dazu gegenüber der Nachrichtenagentur TASS:
"Im Dorf Sybino laufen Schützenkämpfe. Das Kommando der Streitkräfte der Ukraine verbot den Einheiten der 113. separaten Brigade der Territorialverteidigung, sich von diesem Frontabschnitt zurückzuziehen, trotz der kolossalen Verluste und fehlender Munition. Versuche einzelner Kampfgruppen der Brigade der Territorialverteidigung werden durch Sperrtrupps der Nationalgarde der Ukraine unterbunden."
07:36 Uhr
Über 60 ukrainische Drohnen in der Nacht abgeschossen
In der vergangenen Nacht hat Russlands Luftabwehr weitere ukrainische Drohnenangriffe abgewehrt. Das russische Verteidigungsministerium gibt dazu bekannt:
"Im Zeitraum zwischen 20:00 Uhr Moskauer Zeit am 16. April und 07:00 Uhr Moskauer Zeit am 17. April haben diensthabende Luftabwehrkräfte 62 ukrainische Starrflügler-Drohnen über den Gebieten Astrachan, Belgorod, Brjansk, Woronesch, Kursk, Leningrad, Nowgorod und der Republik Krim abgefangen und zerstört."
16.04.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:59 Uhr
Sacharowa: Zwangsmobilisierung in Butscha soll Zeugen beseitigen

SymbolbildKI-generiert Die ukrainischen Behörden schicken nach Angaben Russlands gezielt Einwohner aus Butscha an die Front, um Zeugen der Ereignisse von 2022 loszuwerden. Dies erklärt die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa.
Sacharowa sagt laut der Nachrichtenagentur RIA Nowosti, das Kiewer Regime mobilisiere aktiv Menschen, "die über das Geschehen in der Stadt die Wahrheit erzählen können". Damit solle die reale Faktenlage verschleiert werden.
"Gerade in Butscha führte das neonazistische Regime mit besonderer Vehemenz eine Zwangsmobilisierung durch. Wozu? Um die Zeugen jener Ereignisse in den sicheren Tod zu schicken."
Diese Zeugen einer Inszenierung seien für die ukrainische Führung "ein Dorn im Auge". Kiew und europäische Staaten wüssten demnach über die Lage Bescheid, hielten die Informationen jedoch weiter zurück.
Wie die Zeitung Wsgljad berichtet, hat ein gefangener ukrainischer Soldat zuvor den Befehl genannt, potenzielle Zeugen von Kriegsverbrechen zu eliminieren. Russlands Präsident Wladimir Putin erklärte, das Ziel der Provokation in Butscha sei gewesen, den Verzicht Kiews auf Friedensverhandlungen zu rechtfertigen. Dmitri Poljanski, der erste stellvertretende russische UN-Botschafter, schloss eine Veröffentlichung von Namenslisten der Todesopfer durch die ukrainische Seite aus.
21:55 Uhr
Medien: Trümmer mutmaßlich ukrainischer Drohne in Estland gefunden
Im Norden Estlands sind erneut Trümmer mutmaßlich einer ukrainischen Drohne entdeckt worden. Die berichtet die Zeitung Postimees unter Berufung auf die estnische Sicherheitspolizei. Eine Kommunikationsvertreterin der Behörde teilte mit, in den vergangenen Tagen seien an der Küste der Region Lääne-Viru mehrere Drohnenteile gefunden worden, darunter auch in der Siedlung Turbuneeme.
Nach Angaben der Behörde handelt es sich vermutlich um Überreste einer bereits zuvor abgestürzten Drohne, die durch den Wind an die Küste gespült worden seien. "Die gefundenen Trümmer stellen keine Gefahr für die Öffentlichkeit dar", heißt es weiter. Es bestehe zudem die Möglichkeit, dass weitere Teile entdeckt werden.
Zuvor hat das estnische Außenministerium Kiew darauf hingewiesen, dass ukrainische Drohnen nicht in den estnischen Luftraum gelangen sollten.
21:50 Uhr
Fico: "Russland geht nur auf die Knie, um sich die Schuhe zuzubinden"

SymbolbildKI-generiert Die Europäische Union wird Russland nach Ansicht des slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico nicht schwächen können. Entsprechende Versuche bezeichnet er als gescheiterte Strategie. Bei einem Treffen mit Studierenden erklärt Fico, die EU setze weiterhin auf eine Fortführung des Konflikts, anstatt Lösungen für Frieden vorzulegen. Hintergrund sei die Annahme, Russland durch die Unterstützung der Ukraine in die Knie zwingen zu können. Fico wörtlich:
"Es gibt offenbar eine Strategie: Russland in die Knie zu zwingen. Ich halte das für falsch und glaube nicht, dass es funktioniert."
Zugleich weist er auf eine aus seiner Sicht weitverbreitete Fehleinschätzung hin:
"Jeden Tag lese ich in den Nachrichten, dass die Russen auf den Knien sind, aber sie sind es nicht. Die Russen sagen selbst: Wir gehen nur auf die Knie, um uns die Schuhe zuzubinden – nicht, weil es jemand von uns verlangt."
Bereits Mitte Februar hat Fico gesagt, westliche Staaten, die den Konflikt weiter unterstützten, wollten nicht eingestehen, dass ihre Strategie ein Fehler gewesen sei.
21:45 Uhr
Medwedew: Russland holt bei Drohnentechnologien deutlich auf
Russland hat nach eigenen Angaben seinen Rückstand im Bereich der Drohnentechnologien überwunden. Dies erklärt der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates Dmitri Medwedew bei einem Treffen mit einem Expertenrat.
Seinen Worten zufolge zählt das Thema Drohnen heute zu den wichtigsten – nicht nur im Zusammenhang mit der militärischen Sonderoperation, sondern auch wegen seines Potenzials für die Entwicklung einer ganzen Industrie.
"Um ehrlich zu sein, hat sich das bei uns lange nicht entwickelt. Ich erinnere mich noch gut aus meiner früheren Tätigkeit daran. Milde ausgedrückt, wir standen am Rande der technologischen Lösungen im Bereich unbemannter Luftfahrzeuge. Jetzt ist die Situation eine völlig andere."
Er betont, die Entwicklung unbemannter Systeme zeige, wie militärische Technologien unter den aktuellen Bedingungen zur Entstehung neuer Industriezweige beitragen können. Als historisches Beispiel nennt Medwedew die Entwicklung der Atomindustrie, bei der die Schaffung von Kernwaffen den Anstoß für die zivile Nutzung der Kernenergie gab.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

