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Liveticker Ukraine-Krieg: Russland greift erstmals Datenzentren im Gebiet Kiew an

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
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  • 11.09.2026 16:57 Uhr

    16:57 Uhr

    Gebiet Belgorod unter Beschuss: Ein Verletzter, zahlreiche Schäden

    Ein Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte auf ein Auto in der Ortschaft Krasnaja Jaruga im Gebiet Belgorod hat einen Zivilisten verletzt. Der regionale Einsatzstab teilt im Messenger Max mit, dass im Bezirk Krasnaja Jaruga zudem zehn Einfamilienhäuser beschädigt und eine Stromleitung unterbrochen wurden.

    In anderen Bezirken des Gebiets Belgorod wurden auch mehrere weitere Objekte durch Drohnenangriffe beschädigt: Im Bezirk Waluiki wurde das Dach eines Einfamilienhauses und das eines Gewerbeobjekts durchschlagen, im Bezirk Belgorod stürzte eine Gebäudewand eines Gewerbeobjekts teilweise ein, im Bezirk Schebekino hat ein Auto Feuer gefangen. Bei einer Drohnenexplosion im Bezirk Borissowka wurden Fenster zerbrochen und das Dach eines Einfamilienhauses beschädigt. Im Bezirk Graiworon wurden drei Lastwagen auf dem Gelände eines Betriebs beschädigt.

  • 16:30 Uhr

    Russische Flieger treffen ukrainische Standorte in Gebieten Saporoschje und Sumy

    Das russische Verteidigungsministerium teilt mit, dass russische Flieger mit zwei FAB-1500-Fliegerbomben einen vorübergehenden Standort der 6. selbstständigen mechanisierten Brigade der ukrainischen Armee in Orechow im Gebiet Saporoschje getroffen haben. 

    Zudem wurde mit zwei Lenkflugkörpern des Typs Ch-39 LMUR ein vorübergehender Standort der Einheit der 5. Grenzschutztruppe der ukrainischen Armee nahe der Ortschaft Semljanoje im Gebiet Sumy getroffen.

  • 15:58 Uhr

    Abgeordneter der Werchowna Rada verlangt Aufnahme Kiews in die Liste der Frontstädte

    Der Abgeordnete der Werchowna Rada, Ruslan Gorbenko, erklärte, dass sich Kiew wegen der Luftangriffe derzeit in der schwersten Lage seit dem Jahr 2022 befinde – das Luftabwehrsystem der Stadt sei nicht in der Lage, die Angriffe der Raketendrohnen der russischen Streitkräfte abzuwehren. Gorbenko erklärte außerdem, dass er Kiew und die Region Kiew bereits jetzt in die Liste der Frontgebiete und Gemeinden aufnehmen würde, und merkte an:

    "Die Lage hier ist die schlimmste seit vier Jahren, denn auf die Herausforderung durch die Raketendrohnen waren wir nicht vorbereitet."

  • 15:29 Uhr

    EU-Kommission bewilligt weitere 6,1 Milliarden Euro für Kiew

    Die Europäische Kommission hat der Ukraine weitere 6,1 Milliarden Euro bewilligt. Wie die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf dem sozialen Netzwerk X schreibt, soll dieses Geld für den Kauf von Luft- und Raketenabwehrsystemen, Munition, Drohnen sowie Ausrüstung zur elektronischen Kampfführung verwendet werden. Die Entscheidung erlaubt Kiew zudem den Erwerb US-amerikanischer PAC-3-Raketen für Patriot-Systeme. Die Mittel stammen aus dem 90-Milliarden-Euro-Kredit für die Ukraine.

  • 14:57 Uhr

    LVR: Sechs Verletzte durch ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden

    Bei Angriffen der ukrainischen Streitkräfte sind binnen 24 Stunden sechs Menschen in der Volksrepublik Lugansk verletzt worden. Der Republikchef Leonid Passetschnik teilt im Messenger Max mit, dass insgesamt 16 Stadtgemeinden unter Beschuss geraten sind.

    Im Gemeindekreis Lutugino traf eine Drohne einen Tanklaster an einer Tankstelle, wobei zwei Mitarbeiter verletzt wurden. Bei einem weiteren Drohnenangriff im Gemeindekreis Antrazit wurde der Fahrer eines Brotlieferwagens verletzt. Drei weitere Verletzte, darunter zwei Frauen und ein Mann, gab es in den Gemeindekreisen Swatowo und Kremennaja. Alle Verletzten werden medizinisch versorgt.

    Zudem wurden Fahrzeuge, Wohnhäuser sowie zivile und kommunale Infrastruktur beschädigt.

  • 14:32 Uhr

    Russische Streitkräfte greifen Drohnen-Leitstellen der ukrainischen Nationalgarde im Gebiet Sumy an

    Leitstellen für Drohnen der ukrainischen Nationalgarde nahe der Ortschaft Lesnoje im Gebiet Sumy wurden von russischen Streitkräften mit fünf FAB-500-Fliegerbomben getroffen, teilte Russlands Verteidigungsministerium mit.

    Die russische Nachrichtenagentur TASS veröffentlichte entsprechende Aufnahmen auf Telegram.

  • 14:07 Uhr

    Gebiet Perm: Ein massiver Drohnenangriff im Gange

    Die Luftabwehrkräfte und mobile Feuergruppen wehren derzeit einen massiven Drohnenangriff auf das Perm-Gebiet ab. Das berichtet der Leiter der Region, Dmitri Machonin, in seinen sozialen Netzwerken. Nach Angaben des Gouverneurs waren zwei Industrieanlagen Ziel des ukrainischen Drohnenangriffs. Es gab dabei bisher keine Verletzten. Die Luftqualität der Region wird kontinuierlich überwacht, so der Gouverneur weiter. Machonin schrieb unter anderem:

    "Bis jetzt haben unsere Leute 36 Drohnen abgeschossen. Alle sind in einem unbewohnten Gebiet abgestürzt."

  • 13:39 Uhr

    FSB nimmt im Gebiet Tambow Russen wegen Landesverrats fest

    Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat im Gebiet Tambow einen 2006 geborenen russischen Staatsbürger wegen des Verdachts auf Landesverrat festgenommen. 

    Der Pressestelle des FSB zufolge habe der Mann über den Telegram-Messenger Kontakt zu einem Vertreter des ukrainischen Militärgeheimdienstes aufgenommen und in dessen Auftrag Informationen über militärische Anlagen sowie Industrie- und Energieobjekte im Gebiet Tambow und benachbarten Gebieten gesammelt und weitergegeben.

    Gegen den Festgenommenen sei ein Strafverfahren eingeleitet worden, ihm drohe eine Strafe von bis zu lebenslanger Haft.

  • 13:14 Uhr

    Verteidigungsministerium veröffentlicht Aufnahmen zur Befreiung von Sorewka im Gebiet Saporoschje

    Das russische Verteidigungsministerium hat Videoaufnahmen zur Befreiung der Ortschaft Sorewka im Gebiet Saporoschje durch Einheiten des Truppenverbandes Ost veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen den Einsatz der Soldaten gegen gegnerische Panzerfahrzeuge, Infanterie, Fahrzeuge und Drohnen.

    Der Mitteilung zufolge hat die Befreiung von Sorewka es dem Truppenverband ermöglicht, seine Kontrollzone westlich der Ortschaft Kommunarowka auszuweiten und die Voraussetzungen für ein weiteres Vorrücken in diesem Frontabschnitt im Gebiet Saporoschje zu schaffen.

  • 12:41 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    Russlands Verteidigungsministerium hat seine Bilanz zum Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine für den Zeitraum vom 5. bis 11. September vorgelegt. Wie es heißt, haben die russischen Truppenverbände Nord, West, Süd, Mitte, Ost und Dnjepr den ukrainischen Truppen entlang der Front Niederlagen zugefügt.

    Truppenverband Nord hat in der Region Charkow den inneren Einkesselungsring enger gezogen und den äußeren erweitert und dabei die Kontrolle über Ortschaften Beresniki, Osjornoje, Dolgenkoje und Sarubinka erlangt. Bei Olchowatka seien zwei gegnerische Bataillone eingeschlossen worden, alle Ausbruchsversuche seien abgewehrt worden; zudem sei die Ortschaft Goptowka unter Kontrolle gebracht worden. In den Einschließungszonen hat der Gegner binnen der Woche über 180 Soldaten, acht gepanzerte Kampffahrzeuge, fünf Fahrzeuge, elf Quads und acht Bodenroboter verloren.

    Zudem haben russische Truppen Ortschaften Kurtowka und Nowogrischino in der Donezker Volksrepublik sowie Sorewka im Gebiet Saporoschje befreit.

    Bei den Kämpfen entlang der Front wurden in der Woche mehr als 9.480 ukrainische Soldaten getötet oder verwundet.

    Ferner wurden zerstört oder getroffen:

    • 71 gepanzerte Kampffahrzeuge
    • 560 Fahrzeuge
    • 31 Feldartilleriegeschütze
    • 35 Stationen für elektronische Kampfführung

    Vom 5. bis 11. September haben russische Streitkräfte zudem einen massierten sowie sechs weitere kombinierte Schläge mit präzisionsgelenkten Waffen und Langstreckendrohnen geführt. Getroffen wurden Rüstungsbetriebe, Logistikzentren, Energie- und Verkehrsinfrastruktur, ein Datenzentrum, Produktions- und Lagerstätten für Drohnen und unbemannte Boote, Munitions- und Treibstofflager sowie Aufklärungszentren und vorübergehende Stationierungsorte ukrainischer Kräfte und ausländischer Söldner. Zudem wurden Teile der ukrainischen Hafeninfrastruktur für Militärgüter und Treibstoff außer Betrieb gesetzt.

    Die russische Luftabwehr hat binnen der Woche 48 gelenkte Bomben, 14 HIMARS-Raketen aus US-Produktion, vier Flamingo-Marschflugkörper und zwei Neptun-Lenkflugkörper sowie 5.673 Starrflüglerdrohnen abgefangen.

    Zudem wurden binnen der Woche 13 Frachter, zwei Tanker, zwei Schlepper und zwei Boote getroffen, die im Interesse der ukrainischen Armee operierten. Die Schwarzmeerflotte hat im Schwarzen Meer weitere zwölf unbemannte Boote der ukrainischen Marine zerstört.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.