Liveticker Iran-Krieg – Pakistan verkündet Abkommen zwischen Washington und Teheran

15.06.2026 09:55 Uhr
09:55 Uhr
Israel lehnt einen Rückzug der IDF-Streitkräfte aus dem Libanon ab
Nach Bekanntwerden des Friedensabkommens zwischen Washington und Teheran hat die israelische Seite bis dato noch keine offizielle Stellungnahme zu den Dynamiken abgegeben.
Das israelische Portal Ynet informiert am Montagmorgen zu den Wahrnehmungen innerhalb der Netanjahu-Regierung. Demnach wird ein wesentlicher Punkt des Abkommens, nämlich das Ende der "militärischen Operationen an allen Fronten, einschließlich des Libanon" von Israel ignoriert werden. Der Ynet-Artikel zitiert den israelischen Verteidigungsminister Israel Katz mit den Worten:
"Netanjahu hat dies gegenüber US-Präsident Trump und anderen hochrangigen amerikanischen Vertretern deutlich gemacht, und auch ich habe dies gestern gegenüber US-Verteidigungsminister Pete Hegseth klargestellt."
Weiter heißt es bei Ynet, Katz zitierend:
"Premierminister Netanjahu und ich verfolgen eine klare Politik, wonach die IDF auf unbestimmte Zeit in den Sicherheitszonen im Libanon, in Syrien und im Gazastreifen verbleiben wird, um die Grenze und die israelischen Gemeinden vor dschihadistischen Elementen zu schützen. Das Gebiet wird frei von Anwohnern sein."
Gideon Levy, ein israelischer Politikkommentator, erklärte gegenüber dem katarischen Sender Al Jazeera zu Wochenbeginn, dass "die Bekanntgabe eines Abkommens zwischen den USA und Iran in Israel als 'Niederlage Israels und die persönliche Niederlage Netanjahus' angesehen wird".
Levy fügte hinzu, dass sich "Trumps Entschlossenheit, Israel in die Schranken zu weisen, 'erst noch zeigen muss'", da sein kriegsunterstützender Partner in Westjerusalem weiterhin bestrebt sein werde, "einen Waffenstillstand zu torpedieren, der den zentralen Prioritäten Israels nicht gerecht wird", so der Analyst, um weiter zu Protokoll zu geben:
"Die Lage ist sehr, sehr instabil. Und ich glaube, dass eine der größten Herausforderungen des Abkommens mit Iran die Situation im Libanon ist".
Libanesische Sicherheitskreise und Medienagenturen berichteten derweil von erneuten Artillerie- und Drohnenangriffen Israels im Südlibanon durch die Nacht und mit kurzen Pausen bis in die Morgenstunden andauernd .
09:26 Uhr
Teheran: US-Seeblockade der USA gegen Iran wird Montagabend aufgehoben
Seit Montagmorgen erfolgen immer mehr Veröffentlichungen zu den Reaktionen aus Teheran auf das durch Pakistan vermittelte Abkommen zwischen den USA und Iran.
So zitiert die iranische Agentur Mehr News Kazem Gharibabadi, den stellvertretenden Außenminister, der am späten Montagabend im iranischen Fernsehen das Abkommen bestätigte:
"Wir haben alle unsere wichtigen Standpunkte in den Entwurf der Absichtserklärung aufgenommen."
Der Minister erklärte demnach weiter, "dass ab Montagabend die Seeblockade der USA gegen Iran aufgehoben werde".
Auch Gharibabadi gab dabei unmissverständlich zu Protokoll, dass die Einigung mit "der sofortigen und dauerhaften Beendigung des Krieges und der Militäroperationen an verschiedenen Fronten, einschließlich des Libanon" erfolgt sei. Gharibabadi betonte laut Mehr News in der TV-Sendung, "dass Iran den Vereinigten Staaten während der gesamten Verhandlungen nie vertraut habe", um weiter zu Protokoll zu geben:
"Dieses Memorandum bedeutet nicht, dem Feind zu vertrauen; es wurde in aktivem Misstrauen verfasst. Wir werden die Umsetzung der Verpflichtungen der USA genau beobachten."
09:05 Uhr
Trump: Öffnung der Straße von Hormus erfolgt am Freitag
US-Präsident Donald Trump informiert über die Wahrnehmung Washingtons, bezogen auf den Verhandlungsstand im Rahmen eines Friedensabkommens mit Teheran.
Nach einer ersten gestrigen Truth-Social-Mitteilung über den "Deal" zwischen den USA und Iran lautet die jüngste Information des US-Präsidenten am Montagmorgen zum vorläufigen Endergebnis des US-provozierten Krieges Ende Februar:
"Dieses großartige Abkommen wird der gesamten Region Frieden und Sicherheit bringen. Viele Präsidenten haben versucht, Frieden mit Iran zu schließen, und alle sind vor mir gescheitert. Die Staats- und Regierungschefs der Region haben zum ersten Mal einen Präsidenten gefunden, der ihnen helfen kann, echten Frieden zu erreichen. Mit der Öffnung der Meerenge nach der Unterzeichnung des Abkommens am Freitag zum Zwecke der Minenräumung wird das Öl an beiden Enden wieder für die Region und die Welt fließen!"

Screenshot: TruthSocial 08:44 Uhr
Erklärung des Sicherheitsrates Teherans zum Friedensabkommen
Das Sekretariat des Obersten Nationalen Sicherheitsrates (SNSC) Irans hat am Montagmorgen eine erste Erklärung zu dem von Pakistan vermittelten Abkommen veröffentlicht.
Bezogen auf den Verhandlungsstatus am gestrigen Abend zitiert die Nachrichtenagentur Irna zur "Absichtserklärung (Memorandum of Understanding/MoU) zur Beendigung des Krieges zwischen Iran und den Vereinigten Staaten":
"Die Islamische Republik Iran hat […] nach mehreren Monaten schwieriger und intensiver Verhandlungen und gemäß einem Beschluss des Obersten Nationalen Sicherheitsrates am Abend des 14. Juni den Text einer Absichtserklärung bezüglich der Verhandlungen zur Beendigung des Krieges (die Islamabad-Verhandlungen) zwischen Iran und den Vereinigten Staaten fertiggestellt. Gemäß den getroffenen Vereinbarungen werden der Krieg und die militärischen Operationen an allen Fronten, einschließlich des Libanon, ab heute Abend sofort und dauerhaft beendet. Darüber hinaus wird die Seeblockade gegen Iran unverzüglich und vollständig aufgehoben."
08:35 Uhr
Pakistan verkündet Abkommen zwischen Washington und Teheran
Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif informierte auf X im Rahmen der Vermittlerrolle Islamabads darüber, dass die USA und Iran sich auf ein Rahmenabkommen geeinigt hätten. So heißt es am gestrigen Abend:
"Nach intensiven Gesprächen freuen wir uns, bekannt geben zu können, dass das Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Islamischen Republik Iran GESCHLOSSEN wurde. Beide Seiten haben die sofortige und dauerhafte Einstellung der militärischen Operationen an allen Fronten, einschließlich im Libanon, erklärt."
Following intensive talks, we are pleased to announce that the Peace Deal between the United States of America and Islamic Republic of Iran has been REACHED. Both sides have declared the immediate and permanent termination of military operations on all fronts, including in…
— Shehbaz Sharif (@CMShehbaz) June 14, 2026Ishaq Dar, der stellvertretende Ministerpräsident und Außenminister Pakistans, erklärte parallel auf X:
"Pakistan begrüßt die zwischen den Vereinigten Staaten und der Islamischen Republik Iran erzielte Einigung von ganzem Herzen. Dieser bedeutende Durchbruch spiegelt die Kraft eines beharrlichen diplomatischen Engagements und die gemeinsame Entschlossenheit befreundeter Nationen wider, dem Dialog den Vorzug vor der Konfrontation zu geben."
Die offizielle Unterzeichnungszeremonie soll am kommenden Freitag, dem 19. Juni, in Genf in der Schweiz stattfinden.
Die Ankündigung aus Islamabad wird auch seitens der iranischen Nachrichtenagentur Mehr News zitiert. Dort heißt es in einem Artikel, dabei lediglich die pakistanische Mitteilung darlegend:
"Die pakistanische Regierung teilte am Montagabend mit, dass die Unterzeichnung des Abkommens am Freitag in der Schweiz stattfinden werde. Zuvor werden die technischen Delegationen Irans und der USA die Bestimmungen des Abkommens erörtern."
Aus Washington informierte US-Präsident Donald Trump über das Ergebnis, um auf Truth Social mitzuteilen:
"Das Abkommen mit der Islamischen Republik Iran ist nun unter Dach und Fach. Herzlichen Glückwunsch an alle! […]"

TS-Screenshot 14.06.2026 20:30 Uhr
20:30 Uhr
Iran hat "Finger am Abzug", sagt der iranische Armeekommandant
Der iranische Armeekommandant Ali Abdullahi erklärte laut der Nachrichtenagentur Mehr am Sonntag, der Widerstand des Landes habe in den internationalen Beziehungen "ein neues Kapitel aufgeschlagen" und Iran als "einflussreiche Weltmacht" etabliert.
In einer Botschaft an die Nation wurde er mit den Worten zitiert, dass die militärischen Fähigkeiten des Landes stärker seien als zuvor und die Soldaten den "Finger am Abzug" hätten – bereit, auf das "Herz des Feindes" zu schießen.
19:54 Uhr
USA und Iran vor Durchbruch? Teheran bremst Erwartungen
Zwischen den USA und dem Iran zeichnet sich ein möglicher Durchbruch ab: Laut Pakistan haben sich beide Seiten auf den Rahmen einer Absichtserklärung verständigt, die eine erste Phase zur Beendigung des Krieges einleiten soll. Teheran dämpft jedoch Erwartungen an eine rasche Unterzeichnung und betont, dass diese nicht bereits am Sonntag erfolgen werde.
Streitpunkte bleiben unter anderem das iranische Atomprogramm, Sanktionen, eingefrorene Vermögenswerte und die Rolle des Libanon. Der Journalist und politische Kommentator Steven Sahiounie, der im Video zu Wort kommt, rechnet daher eher mit weiterer Eskalation als mit schnellen Verhandlungen und verweist darauf, dass im Iran letztlich der Oberste Führer über ein Abkommen entscheidet.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 14. Juni 2026]
17:07 Uhr
Trump: Angriff auf Beirut hätte nicht passieren dürfen
US-Präsident Donald Trump hat alle Seiten nach dem Angriff auf Beirut zur "Zurückhaltung" aufgerufen. Seiner Ansicht nach hätte der Vorfall nicht passieren dürfen.
Auf Truth Social schrieb Trump:
"Israel hat das Recht, sich gegen Bedrohungen zu verteidigen, aber der Angriff, auf den es reagierte, war sehr geringfügig und unbedeutend. Niemand wurde verletzt oder getötet, und er sollte diesen wichtigen Prozess nicht stören."

Trotz des Angriffs hält Trump daran fest: Eine Einigung stehe kurz bevor und werde "Frieden in die Region bringen, einschließlich des Libanon". Die Botschaft endet mit einer Mahnung:
"Es sollte keine weiteren Angriffe Israels irgendwo im Libanon geben, aber es sollte auch keine weiteren Angriffe von irgendeiner anderen Seite, einschließlich der Hisbollah, gegen Israel geben. Lasst uns das nicht vermasseln!"
15:30 Uhr
Iran droht Israel nach Luftangriff auf Beirut mit Vergeltung
Ein ranghoher iranischer Militärvertreter hat Israel nach den Luftangriffen auf die südlichen Vororte Beiruts mit einer Reaktion gedroht. Die israelischen Angriffe würden "nicht unbeantwortet bleiben", erklärte Sardar Asadi von der iranischen Kommandozentrale Chatam al-Anbija laut der Nachrichtenagentur Mizan.
Die Chatam-al-Anbija-Zentrale koordiniert die iranischen Streitkräfte und steht sowohl über den regulären Streitkräften als auch der Revolutionsgarde (IRGC).
Der iranische Parlamentspräsident und Chefunterhändler in den Gesprächen mit den USA, Mohammad Bagher Ghalibaf, hat zudem Washington nach dem israelischen Luftangriff auf den südlichen Beiruter Vorort Dahiyeh scharf kritisiert.
Der Angriff zeige erneut, dass die USA "entweder nicht den Willen haben, ihre Verpflichtungen zu erfüllen, oder nicht dazu in der Lage sind", schrieb Ghalibaf auf X. Mit einer "grünen Ampel" für Israel werde Washington keine Zugeständnisse Teherans erreichen. Das "Spiel von gutem und bösem Polizisten" sei überholt.
Sollten die USA nicht bereit oder in der Lage sein, ihre Zusagen einzuhalten, könne der Verhandlungsprozess nicht fortgesetzt werden, erklärte Ghalibaf weiter.
Bei dem israelischen Angriff auf ein Gebäude im Süden Beiruts wurden nach bisherigen Angaben mindestens drei Menschen getötet und 15 weitere verletzt.
تجاوز صهیونیستها به ضاحیه باردیگر نشان داد آمریکا یا ارادهای برای اجرای تعهدات خود ندارد یا توان آن را. با چراغ سبز نشان دادن به رژیم نمیتوانید امتیاز بگیرید. بازی پلیس بد و پلیس خوب قدیمی شده است.
— محمدباقر قالیباف | MB Ghalibaf (@mb_ghalibaf) June 14, 2026
اگر اراده و توان اجرای تعهدات خود را ندارید، سخن گفتن از ادامه مسیر ممکن نیست.15:00 Uhr
Israelischer Angriff auf Beirut erschwert US-Iran-Vermittlung
Unterhändler aus Katar versuchen in Teheran, ein Abkommen zur Beendigung des Krieges zwischen den USA und Iran zu erreichen. Einem Insider zufolge ist heute eine Delegation in die iranische Hauptstadt geflogen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Die Entsendung einer hochrangigen Delegation durch Katar zu diesem entscheidenden Zeitpunkt gilt als positives Signal. Der jüngste israelische Angriff auf Beirut dürfte die Vermittlungsbemühungen jedoch erheblich erschweren, kommentiert Al Jazeera.
Die Vermittler versuchen, die seit Jahrzehnten bestehende Vertrauenslücke zwischen den USA und Iran zu überbrücken – ein Unterfangen, das bislang nicht gelungen ist.
Katar hatte gehofft, bei den heutigen Gesprächen die letzten Hindernisse aus dem Weg zu räumen und einen Zeitplan für die Wiederöffnung der Straße von Hormus, mögliche Sanktionserleichterungen sowie die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte festzulegen. Durch den Angriff auf Beirut seien diese Pläne jedoch erneut ins Wanken geraten.
Der Angriff rücke die Vertrauensfrage zwischen Washington und Teheran wieder in den Mittelpunkt. Zugleich zeige er, dass Israel selbst dann in der Lage sei, den diplomatischen Prozess erheblich zu stören, wenn sich die USA und Iran grundsätzlich auf ein Abkommen verständigen sollten.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.


