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Knapp 40 Jahre nach dem Atomausstieg: Italien arbeitet am Comeback der Kernenergie

Italien steht möglicherweise vor einer Rückkehr zur Kernenergie – fast 40 Jahre nach dem Ausstieg infolge der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Das Parlament dürfte in den kommenden Tagen einen von der Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni eingebrachten Gesetzentwurf verabschieden, der den rechtlichen Rahmen für Kerntechnologien der nächsten Generation schaffen soll.

Im Fokus stehen kleine modulare Reaktoren (SMR), die nach Angaben der Regierung sicherer und schneller zu errichten sein sollen als frühere Atomkraftwerke. Umwelt- und Energiesicherheitsminister Gilberto Pichetto Fratin rechnet mit einer Inbetriebnahme erster Anlagen im Zeitraum von 2033 bis 2035. Als Gründe für den Kurswechsel nennt die Regierung eine steigende Stromnachfrage, mehr Energiesicherheit und Klimaziele.

Italien hatte nach einem Referendum im Jahr 1987 als Reaktion auf Tschernobyl den Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen; der letzte Reaktor wurde im Jahr 1990 abgeschaltet.

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